11./12. April 2019 in HamburgDas perfekte Pharmaprojekt

Das perfekte Pharmaprojekt

Treten Sie in den Dialog, tauschen Sie sich mit anderen Experten aus, nehmen Sie Theorie- und Praxiswissen mit und nutzen Sie den gewonnenen Vorsprung in Ihrem Berufsalltag.

Alle drei Jahre bietet der VIP3000 e. V. (Verein Interessengemeinschaft Pharmabau e. V.) im Rahmen eines öffentlichen Events eine Plattform, auf der namhafte Industrievertreter mit den Teilnehmern der Veranstaltung zusammen gebracht werden. Erstmalig in 2019 wird dieser Event als intensiver Experten Dialog angeboten. Profitieren Sie vom Erfahrungsaustausch in thematisch unterschiedlich belegten Workshops rund um das Thema Neu- und Umbauten in der Pharma-Industrie. Hören Sie, wie andere mit Problemen zum Thema Pharmabau umgehen und diese lösen. Knüpfen Sie Kontakte zum Wissensaustausch.

Am 11./12. April 2019 wird der VIP3000 Experten Dialog zum Thema „Das perfekte Pharmaprojekt“ in Hamburg ausgerichtet. Vorgesehen sind knapp zwei Tage für intensiven Dialog und Erfahrungsaustausch inklusive begleitender Besichtigung der Hamburger XFEL Röntgenlaser-Forschungseinrichtung und Abendveranstaltung in den Rainvilles Elbterrassen.

Zum Programm
Zu den Workshops und Referenten
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Veranstaltungsort:
Gastwerk Hotel Hamburg
Beim Alten Gaswerk 3
22761 Hamburg
+49 40 890624-98
reservation@gastwerk-hotel.de

Konditionen:
Die Teilnehmergebühr für beide Tage beträgt 680,00 € und beinhaltet alle Verpflegungs- und Transportleistungen (exklusive Übernachtung).

Anmeldung

Hiermit melde ich mich verbindlich für den Experten Dialog in Hamburg an:

Anmeldender Betrieb (auch Rechnungsanschrift)
Ihre Nachricht an uns
Die Rechnung über die Teilnahmegebühr in Höhe von 680,00 € inkl. Steuer wird nach Erhalt und Buchung der Anmeldung erstellt. Ein kostenfreier Storno ist bis 14 Tage vor dem Event möglich. Bei späteren Absagen wird die Teilnahmegebühr in voller Höhe erhoben. Die Dialogplätze werden in der Reihenfolge der schriftlichen Anmeldung bis Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl belegt. Der Teilnehmer erhält eine Teilnahmebestätigung. Mit der Anmeldung zum Experten Dialog erklärt sich der Teilnehmer damit einverstanden, dass Gruppenaufnahmen, auf denen er zu sehen ist, veröffentlicht werden dürfen. Der Name wird hierbei zu keinem Zeitpunkt genannt werden.
Die persönlichen Daten, die uns im Rahmen dieser Anmeldung zur Verfügung gestellt werden, werden nur für die Bearbeitung der Anmeldung, der Veranstaltungsteilnahme und der daraus resultierenden steuerlichen Aspekte verwendet. Mit dieser Anmeldung erklärt sich der Teilnehmer einverstanden, dass seine Daten zu diesem Zweck verwendet werden. Diese Erklärung kann jederzeit widerrufen werden. Die Daten werden dann gelöscht. Unsere gesamte Datenschutzerklärung können Sie unter www.vip3000.de/datenschutz einsehen.

Das Programm

11. April 2019

09:00 – 10:00 Uhr
Registrierung

10:00 – 10:15 Uhr
Begrüßung durch VIP3000

10:15 – 11:45 Uhr
Einführungsvortrag von Herrn Hitoshi Takeda:
Gut ist besser als perfekt. Die Zukunft im Zeichen der Schnelligkeit und des digitalen Wandels.

11:45 – 12:00 Uhr
Organisatorische Infos zum weiteren Ablauf

12:00 – 13:30 Uhr
Mittagspause

13:30 – 17:00 Uhr

  • Start Workshop
  • Kurzer Einführungsvortrag des Referenten zum Workshop-Thema
  • Führung durch den Workshop inkl. Moderation und Dokumentation durch den VIP3000-Paten

18:30 Uhr
Bustransfer zur Vinothek

19:00 – 22:30 Uhr
Abendveranstaltung im Restaurant Rainvilles Elbterrassen

12. April 2019

08:30 – 12:00 Uhr

  • Besichtigung der European XFEL GmbH in Einzelgruppen
  • Präsentationsfähige Ausarbeitung der Workshop-Ergebnisse

12:00 – 13:15 Uhr
Mittagspause

13:15 – 13:20 Uhr
Einführung in den Nachmittag

13:20 – 13:40 Uhr
Präsentation Ergebnis Workshop Thema 1
(10 Minuten Vortrag, 10 Minuten Fragen)

13:40 – 14:00 Uhr
Präsentation Ergebnis Workshop Thema 2

14:00 – 14:20 Uhr
Präsentation Ergebnis Workshop Thema 3

14:20 – 14:40 Uhr
Präsentation Ergebnis Workshop Thema 4

14:40 – 15:00 Uhr
Präsentation Ergebnis Workshop Thema 5

15:00 – 15:20 Uhr
Präsentation Ergebnis Workshop Thema 6

15:20 – 15:40 Uhr
Präsentation Ergebnis Workshop Thema 7

15:40 – 15:50 Uhr
Abschluss/Quintessenz/Verabschiedung

15:50 Uhr
Offizielles Ende
Lockerer Ausklang bei Kaffee und Snacks

Die Workshops und ihre Referenten

Die Workshops und ihre Referenten
Hitoshi Takeda
Referent:
Hitoshi Takeda Verantwortlicher für Lean Management Toyota, Japan

Einführungsvortrag: Gut ist besser als perfekt. Die Zukunft im Zeichen der Schnelligkeit und des digitalen Wandels.

Geboren 1948. Abschluss in Luft- und Raumfahrttechnik an der Meiji-Universität. Anstellung bei einem Autoteilezulieferer. Dort vornehmlich mit JIT, Kaizen und dem Aufbau von Fertigungssteuerungs-Systemen und Rationalisierungs-Systemen befasst. 1990 Gründung von SPS Management Consultants (bis heute tätig).

Wichtige Veröffentlichungen: Synchrones Produktionssystem (1. und 2. Auflage), gemischtes Produktionssystem, QIP, LCIA, 30 Schritte zur Autonomatisierung eines Werkes, u.v.m.

Kundenportfolio: Toyota, Yamaha (Motorradfertigung), Shinnittetsu, Omron, Samsung, Gendaijukogyo sowie führende Automobilhersteller, Automobil-Teilezulieferer, Lagerhersteller, Anlagenbauer, Elektrowerkzeughersteller, Baustoffhändler und Baufirmen in Deutschland sowie Baufirmen, Hersteller von Baubedarf, Hersteller von Badewannen, staatliche Krankenhäuser (KVP) und Beratungsunternehmen in der Schweiz.

1. Aller Anfang ist schwer – Projekte richtig aufsetzen

Es ist eine alte Weisheit, dass Fehler, die am Anfang gemacht werden, nachfolgend kaum oder nicht mehr zu korrigieren sind. Für ein „perfektes Pharmaprojekt“ muss die Qualität also schon beim Start mit der richtigen Projektstruktur beginnen.

Der Workshop behandelt die folgenden Fragen:

  • Wie sieht eine optimale Projektorganisationsstruktur Heute aus?
  • Welches sind die Aufgaben und Pflichten des Investors – noch vor der Machbarkeitsstudie?
  • Wie sind EPCM, EPC oder gar die angloamerikanischen Modelle zu bewerten?
  • Wieviel Verantwortung kann der Auftraggeber (AG) delegieren – geht das überhaupt?
  • Wieviel Unterstützung braucht der AG und wann?
  • Wieweit ist der AG in die Planung und die Umsetzung einzubeziehen?
  • Wie sieht das ideale Projektmanagement aus (zentral versus dezentral)?



Ziel ist es, von den Fachexperten auf Basis ihrer Erfahrung eine klare Stellungnahme zu den idealen Modellen und Vorgehensweisen zu erhalten.

Pate: Robert Schwarz (VTU)

Max Mustermann
Referent:
Silvester Scholz Takeda

Silvester Scholz, 1969 in Wien geboren, startete bei Immuno AG, einem österreichischen Pharmaunternehmen für Impfstoffe und Plasmaderivate. Hier setzte er neben der Verantwortung für Wartung und Instandhaltung von Supportsystemen (HVAC, Utilities, Energieversorgung) infrastrukturelle und produktionsrelevante Projekte um. 2003 wechselte er firmenintern den Standort und übernahm Projekte zur Implementierung von klinischen und kommerziellen pharmazeutischen Produkten.

2007 gründete er das Projekt Management Office für Baxter Österreich, das er 7 Jahre leitete. In dieser Rolle war er mit seinem Team (30 ProjektleiterInnen) für die Abwicklung der wichtigsten Projekte für den Standort Wien und für dessen Projektportfolio verantwortlich. 2014 wechselte er in eine globale Rolle, in der er verantwortlich für alle Projekte mit einem Investvolumen von >5M USD war. Derzeit ist er als globaler Portfoliomanager einer Division und mehrerer globalen Funktionen bei Takeda tätig und damit verantwortlich für die Hälfte der umzusetzenden Investitionsprojekte innerhalb des Unternehmens. Er ist zertifizierter IPMA Level B Projektleiter und selbst aktiver Assessor Level B, C, D für die österreichische PMA.

2. Perfektion mit moderner Technik 4.0

Industrie 4.0 – das Schlagwort schlechthin – hat heute Einzug in alle Industriebereiche gehalten, so auch in die moderne Bauabwicklung. BIM – Building Information Modeling – ist hier das zentrale Schlagwort. BIM bietet heute deutlich mehr als nur 3D-Zeichnungen. Mit Rückgriff auf Daten nahezu aller Bauteile ermöglicht die heutige Vernetzung ungeahnte Möglichkeiten, schon frühzeitig die richtigen Komponenten zu wählen; nicht nur mit Blick auf die Qualität, sondern auch mit Blick auf den Preis.

Folgende Fragen werden in unserem Workshop aufgeworfen:

  • Welche Möglichkeiten bietet BIM hinsichtlich Integration von Anlagentechnik und Space Management?
  • Wie ist eine integrale Planungssoftware im Vergleich zum Einsatz und zur Koordination verschiedener, erfolgreich etablierter Standardsysteme zu sehen?
  • Wieviel Perfektionismus ist erforderlich, und wo liegt die ideale Fehlertoleranz im Vergleich zu dem damit verbundenen Aufwand?
  • Wie verlagern sich die Schwerpunkte im „Projekt 4.0“?
  • Wie beeinflussen die modernen Systeme das Projektmanagement in der Praxis und welche machen mit Blick auf Kosten, Zeit und Qualität Sinn?



Dieser Workshop wird die Einschätzungen der Experten zum aktuellen Stand Bau 4.0 auf den Tisch bringen.

Pate: Michael Boehm (Zimmer + Hälbig)

Uwe Schwarzat
Referent:
Uwe Schwarzat Boehringer Ingelheim

Schon bald nach seinem Berufseinstieg als Dipl. Ing. (FH) Pharmatechnik hatte Herr Schwarzat die technische Leitung für einen pharmazeutischen Herstellbetrieb an einem deutschen Standort inne. Es folgten Positionen wie Leiter globales Peer Review und Leiter Infrastruktur Biopharmazie, wo er sich für Reinraumtechnologie, kritische Utilities, die Wartung, Instandhaltung und “Shutdown“-Konzeption und -Optimierung für Wirkstoffproduktionsanlagen verantwortlich zeichnete und im Technischen Compliance Umfeld 10-15 Audits p.a. begleitete.

Als Projektleiter für Investitionsgroßprojekte trug er die Verantwortung für Pilotanlagen-, Klinikmuster- und Herstellbetriebe für pharmazeutische und biopharmazeutische Entwicklungen sowie für Büro-, Labor- und Infrastrukturprojekte.

Als Betriebsingenieur und technischer Leiter war er für die Herstellung von festen Arzneiformen verantwortlich, bevor er als Leiter Globales Engineering seine momentane Stelle antrat. Heute ist Herr Schwarzat Mitglied der Leitung der Geschäftseinheit Biopharmaceuticals und verantwortlich für Großinvestitionen, Maintenance/Reliability, Technische Compliance, Engineering Tools, Automation, Elektronisches Datenmanagement und Digitalisierung.

3. Wenn die Quality Unit mitspricht – GEP & GMP

Bauen im Pharma-Umfeld bedeutet, bauen unter Berücksichtigung von GMP-Anforderungen. Hier spricht die Quality Unit des Auftraggebers ein nicht unerhebliches Wort mit, und nicht selten entartet der gesamte Bauablauf in einen reinen Papierkrieg. Das muss nicht sein. Moderne Ansätze, die auf die Integration von Guter Engineering Praxis (GEP) und GMP ausgerichtet sind, gibt es schon einige Jahre. Doch wie erfolgreich diese umgesetzt werden, steht auf einem anderen Blatt.

Fragen stehen im Raume wie:

  • Wo fängt GMP/Qualifizierung im Bauprojekt an, wo hört es auf?
  • Wie weit sind Ansätze des amerikanischen Standards ASTM E2500 (Fokus auf GEP) heute in der EU schon umgesetzt?
  • Wie wird Risikomanagement im Planungs- und Projektablauf integriert, wie mit der Qualifizierung verknüpft?
  • Wie sieht die Schnittstelle zwischen Commissioning und Qualifizierung aus?
  • Gibt es heute die 100%-ige Traceability mit Hilfe der modernen 4.0 Technologien?
  • Wie sind Zulieferer von Ausrüstungsteilen in den Prozess der Qualifizierung einzubinden?



Diesen und mehr Fragen widmen sich die Experten aus diesem Workshop und bringen ihre Erfahrungen aus einer Reihe von Case Studies mit ein. Ziel ist es herauszufinden, was heute schon „Best Practices“ sind.

Pate: Ralf Gengenbach (gempex)

Gert Moelgaard
Referent:
Gert Moelgaard Moelgaard Consulting

Gert Moelgaard verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Pharma- und Biotech-Industrie, darunter mehr als 15 Jahre Erfahrung in Führungspositionen von Novo Nordisk Engineering und NNE Pharmaplan. Außerdem ist er Mitglied des Vorstands der Vetter Pharma Fertigung in Ravensburg, Deutschland, und des Beirats des Pharmageschäfts von Bosch in Bosch Valicare.

Sein beruflicher Hintergrund erstreckt sich über die Bereiche Qualifizierung, Validierung, pharmazeutische Herstellung, Technologie und Compliance sowie zukünftige Trends in der pharmazeutischen Herstellung und Technologie.

Gert Moelgaard war an einer Reihe von Anlagen- und Beratungsaufträgen in Europa, den USA und in Japan beteiligt. Die meiste Zeit seiner Karriere war und ist er in internationalen Organisationen wie der Parenteral Drug Association (PDA), der European Compliance Academy (ECA) und der International Society of Pharmaceutical Engineering (ISPE) tätig. Bei der ISPE führte er zuvor den Vorsitz und arbeitete eng mit internationalen Regulierungsbehörden wie der EMA (European Medicines Agency) und der FDA (US Food and Drug Administration) zusammen.

4. Das letzte Wort hat der Einkauf – immer?

Man redet nicht nur über Fast Track oder Ultra Fast Track Projekte, es geht auch aufgrund steigenden Wettbewerbs zunehmend mehr um kosteneffiziente Projekte – natürlich bei gleichbleibend hohen Qualitätsanforderungen. Ein Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Einkauf, der aufgrund der wirtschaftlichen Betrachtungen und Notwendigkeiten ein recht gewichtiges Wort im Projektablauf hat. Doch werden hier auch immer die richtigen Entscheidungen für ein „perfektes Pharmaprojekt“ gefällt?

Oben genannten und den folgenden Fragen widmet sich der Workshop rund um Procurement:

  • Welches ist der richtige „Procurementplan“, Paket- oder Einzelvergabe?
  • Wann ist welcher Weg der sinnvolle? Wann überhaupt kann ich ein Gesamtpaket bestellen (Kriterien)?
  • Was sind die wirklichen Vorteile einer „Alles-aus-einer-Hand“-Entscheidung? Was sind die Nachteile?
  • Wer ist der Bestbieter? Gibt es diesen heute überhaupt noch? Was sind die Kriterien?
  • Welches ist die geeignete Ausschreibungsunterlage – Leistungsverzeichnis oder funktionale Ausschreibung?
  • Was, wenn es keine Planung zu einer Teilanlage gibt? Wie den Preis bestimmen?
  • Was tun, wenn in einem bestimmten Land keine Ausschreibungs- und Auswertungsprogramme zur Verfügung stehen?



Hören Sie, was Experten aus dem internationalen Projektumfeld zu diesem Thema zu berichten haben, welche positiven und welche negativen Erfahrungen sie gesammelt haben und welche Empfehlungen sie geben können.

Pate: Rino Woyczyk (Drees & Sommer)

Jochen Bucher
Referent:
Jochen Bucher Merck KGaA

Jochen Bucher, geboren 1969, studierte Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Mainz, seiner Geburtsstadt. Seine berufliche Laufbahn startete er beim Projektsteurer Drees & Sommer. Im Anschluss an seine ersten Berufserfahrungen war er acht Jahr lang für die Deutsche Bahn AG tätig, bei der er unterschiedliche operative und leitende Funktionen im Konzerneinkauf innehatte, unter anderem Leiter Einkauf für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Von hier aus ging es in die Life Sciences Industrie, als Berater bei dem Beratungsunternehmen Accenture. Als Manager in der Abteilung „Supply Chain Management“, Fachrichtung „Sourcing & Procurement“ war er für die Durchführung von strategischen Einkaufsprojekten im Chemie- und Pharmabereich verantwortlich.

Für die Firma Merck in Darmstadt ist Jochen Bucher seit 2010 tätig. Seine Karriereleiter führte ihn über verschiedene Stationen leitender Funktionen im Konzerneinkauf zu seiner jetzigen Position: Leiter Einkauf Bau und Anlagenausrüstung global. Hier verantwortet er den taktischen und strategischen Einkauf, vom Warengruppenmanagement bis hin zur Beschaffung für die strategischen Investitionsprojekte der Merck-Gruppe weltweit.

5. Hürdenlauf – die Behörden spielen mit

Es könnte so schön sein, so schnell und perfekt, unter Einhaltung von Zeit- und Kostenvorgaben Bauprojekte abzuwickeln. Gäbe es da neben den ohnehin schon aufwändigen GMP-Regularien nicht noch die vielfältigen anderen Behördenvorgaben. In einer globalisierten und auch technologisch mittlerweile hoch komplexen Welt sind solche Vorgaben aber unerlässlich. Jeder von uns begrüßt den freundlichen Umgang mit der Umwelt, die Sicherheit am Arbeitsplatz, das Fernhalten gesundheitsschädlicher Einflüsse, und wir freuen uns auch darüber, dass Gebäude nicht beliebig hässlich gestaltet sind.

Trotz allem Verständnis treten dennoch immer wieder kritische Fragen auf:

  • Wie angemessen sind die heutigen Anforderungen noch?
  • Steigen tatsächlich die Anforderungen oder werden lediglich die Kontrollen strenger?
  • Wie geht man mit weltweit unterschiedlichen Anforderungen um? Ist Deutschland hier wirklich noch das Land höchster Anforderungen oder haben das die anderen Länder übernommen?
  • Wie können solche Themen gebündelt behandelt werden, um Bauabläufe nicht unnötig lange zeitlich zu behindern?
  • Gibt es integrierte Systeme, die die Anforderungen aus Umwelt, Gesundheit, Produktqualität und Bauanforderungen zusammenfasst und die Umsetzung der Anforderungen erleichtert?



Lassen Sie sich die einzelnen Punkte genau erläutern. Fragen Sie die Experten, welchen Weg oder Wege sie vorschlagen würden, welche einschlägigen Behördenerfahrungen aus einer Vielzahl an durchgeführten Projekten vorliegen.

Pate: Claudia Pachl (Valtec)

Thomas Elger
Referent:
Tomas ElgerELGES s.r.o.
(ehemals Boehringer Ingelheim, Wien)

Tomas Elger, geboren 1966 in Tschechien, studierte Verfahrenstechnik an der Technischen Universität in Brünn, und mit seiner wissenschaftlichen Diplomarbeit siegte er bei einem Nationalwettbewerb 1989. Seine Berufslaufbahn startete 1990 als Projektleiter für Investitionsprojekte bei der Fa. Sandoz in Österreich. Nach einer erfolgreichen Fertigstellung einer Großinvestition am Standort Rovereto in Italien, übernahm er dort im Jahr 2000 die gesamte technische Leitung.

Nach seiner Erfahrung als Leiter Technologie und EHS bei der Fa. Borealis in Burghausen folgte in 2006 eine weitere Herausforderung: Die gesamte technische Leitung bei der Fa. Boehringer Ingelheim in Wien, Österreich und in CEE-Ländern.

Seit 2010 fokussiert er sich auf Infrastruktur, Logistik, Environment und Engineering. Unter seiner Führung und Wirkung wurden bis 2018 zahlreiche Büros von Basel bis Moskau und am Standort Wien Forschungs- und Admingebäude errichtet und eine weitere Großinvestition angefangen. 2019 ist er nun dabei, sein eigenes international tätiges Planungsbüro aufzubauen.

Zur Unterstützung seiner beruflichen Herausforderung studierte er berufsbegleitend in UK MBA und MSc Module über Systemisches Denken.

6. Smarte Gebäudeinfrastruktur – Möglichkeiten und Grenzen

Moderne Managementplattformen der Gebäudeinfrastruktur vereinen die Gebäudeautomation und das GxP-Monitoring in einem System. Digitalisierte Informationen aus allen haustechnischen Gewerken sowie prozessnahe Daten werden aufgenommen und analysiert. Aus Big Data wird Smart Data. Content bezogene Datenanalytik optimiert Prozesse, Funktionen und Energieverbräuche. Systemintegrierte Lösungen für das kritische Umfeld ermöglichen eine Interaktion aller Gewerke in Laboren, Reinräumen und der Produktion. Betreiber profitieren von mehr Flexibilität, einer Produktionssteigerung, erhöhter Profitabilität, gesteigerter Effektivität und einer nachhaltigen Energieeffizienz. Doch bringt ein immer höherer Automationsgrad nur Vorteile mit sich?

Diese und die folgenden Fragen werden in dem Workshop eingehend erörtert:

  • Führt die Interaktion aller Gewerke zwangsläufig zu mehr Sicherheit für den Betreiber und für sein Produkt?
  • Steigern systemintegrierte Lösungen für das kritische Umfeld nachhaltig die Energieeffizienz?
  • Bietet die Zusammenführung der Gebäudeautomation und des GxP-Monitoring in einer Gebäudemanagementplattform nur Vorteile?
  • Führt die Mustererkennung der Datenanalytik im Zuge der prädiktiven Wartung tatsächlich zu Kosteneinsparungen im Lifecycle?
  • Erleichtern Gewerke übergreifende und intuitiv bedienbare Dashboard- Visualisierungen das Arbeiten im kritischen Umfeld?
  • Erhöhen smarte Applikationen der Raum- und Laborautomation spürbar den Komfort und die Flexibilität in modernen Forschungs- und Produktionsbereichen?
  • Welcher Nutzen erschließt sich für den Betreiber durch die Visualisierung seiner digitalisierten Anlagen in Virtual Reality- und Augmented Reality-Applikationen?



Diskutieren Sie mit Experten, die sowohl auf der Ausrüster- als auch auf der Anwenderseite sitzen. Profitieren Sie im Rahmen des Workshops von den wertvollen Erfahrungen und den ausgesprochenen Empfehlungen der Teilnehmer.

Pate: Thorsten Schmitt (SIEMENS)

Dr. Thomas Koy
Referent:
Dr. Thomas Koy Develco Pharma

Dr. Thomas Koy (ER), 1971 in Bad Säckingen geboren, begann sein Studium der Chemie 1992 an der Universität Siegen.

Seinen Berufseinstieg fand er 2002 bei der Konapharma AG in Pratteln. Dort übernahm er die Produktionsleitung. 2014 folgte der Wechsel zur Aristo Pharma Gruppe als Betriebsleiter der Steiner Arzneimittelgesellschaft in Berlin.

Seit 05/2015 ist er bei Develco Pharma GmbH als Technischer Direktor und Geschäftsführer maßgeblich an der Erstellung der neuen Produktion beteiligt und ist seither verantwortlich für den Aufbau des neuen Herstellungsbetriebes für Feste Formen der Develco Pharma GmbH in Schopfheim.

7. Errare Humanum Est – der Mensch im Mittelpunkt des Projekts

Auch im Zeitalter Industrie 4.0, bei aller existenten Vernetzung, Automatisierung und Digitalisierung, geht es nicht ohne den Menschen. Immerhin ist er es, der am Ende die Wünsche hat und damit die „perfekten Pharmaprojekte“ überhaupt initiiert. Wäre aber die Initiierung nicht ausreichend? Spielt der Mensch im weiteren Ablauf des Projektes überhaupt noch eine wesentliche Rolle und wenn ja, welche?

Diese und die folgenden Fragen werden im Workshop rund um den „Human Factor“ diskutiert:

  • Ist der beste Ingenieur auch gleichzeitig der beste Projektleiter?
  • Wie geht man mit knappen Ressourcen um: Sitzt der/die Richtige wirklich immer an der richtigen Stelle im Projekt?
  • Ist Motivation der Erfolgsfaktor oder eher die klare Aufgabenverteilung – oder beides?
  • Wie tiefgreifend muss ein Controlling sein – oder geht es auch mit dem Prinzip Selbstverantwortung?
  • Was wenn Schlüsselpersonen das Projekt verlassen – wie sich absichern?
  • Wie lassen sich Projektziele mit Mitarbeiterzielen in Einklang bringen?



Die Ergebnisse des Workshops werden die gängigen Praxiserfahrungen zusammenfassen, Empfehlungen aussprechen und auch Richtungen aufzeigen, die man einschlagen muss, wenn einem das mittlerweile allgemein knapp gewordene Human Ressource Kapital wichtig ist.

Pate: Wolfram Gstrein (VTU)


Änderungen vorbehalten.

Michael Moritz
Referent:
Michael Moritz Biotest

Michael Moritz, 1958 in Offenbach am Main geboren, studierte Betriebswirtschaftslehre in Frankfurt am Main mit den Schwerpunkten quantitative Methoden und Organisation. Dort startete er im Anschluss 1984 seine berufliche Laufbahn bei der Hoechst AG, wo er elf Jahre lang tätig war und unterschiedliche Funktionen im Rechnungswesen innehatte.

1995 wechselte er als Leiter Rechnungswesen zu den Behringwerken in Marburg in die Sparte Plasmaprodukte, verlagerte innerhalb seiner acht Jahre Betriebszugehörigkeit seinen Schwerpunkt aber zunehmend in Richtung GMP, Logistik und Produktionscontrolling für Europa.

Seit 2003 arbeitet Michael Moritz für die Biotest AG in Langen. Dort verantwortet er die Bereiche Zentraleinkauf, Logistik und Facility Management. Unter seiner Leitung stehen Projekte wie SAP Einführung und aktuell die Kapazitätserweiterung Biotest Next Level.

Hotelreservierung

Wir bitten Sie, die Zimmerreservierung selbst durchzuführen. Zimmerkontingente zu Sonderkonditionen* stehen im Veranstaltungshotel Gastwerk Hotel Hamburg bereit und können mit dem Kennwort „VIP3000“ abgerufen werden. Darüber hinaus sind weitere Zimmer in einem fußläufig (300 m) entfernten zweiten Hotel für den VIP3000 geblockt. Selbstverständlich können Sie auch in jedem anderen Hotel Ihrer Wahl übernachten.

Gastwerk Hotel Hamburg
Beim Alten Gaswerk 3
22761 Hamburg
Tel.: +49 40 890624-98
reservation@gastwerk-hotel.de

* Zimmerpreis € 113,21 pro Zimmer und Nacht,
Frühstücksbuffet € 19 pro Person und Tag

25hours Hotel Hamburg Number One
Paul-Dessau-Straße 2
22761 Hamburg
Tel.: +49 40 890624-58
reservation@25-hours-hotel.de

* Zimmerpreis € 97,14 pro Zimmer und Nacht,
Frühstücksbuffet € 16 pro Person und Tag

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Einverständniserklärung

Ja, ich bin damit einverstanden, dass mein Personenprofil im geschützten Bereich der Internetseite www.vip3000.de für alle Mitglieder zugänglich ist. Das Personenprofil dient der Information untereinander und kann nur angesehen werden. Vervielfältigung, Druck und Versand in jedwelcher Form sind nicht gestattet.